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Unsere Kleinsten sind die Besten
Am Samstag, den 5. Juni 2010, veranstaltete der Jugendausschuss des Handballverbands Brandenburg bereits zum zweiten Mal in Folge in Verbindung mit Lok Rangsdorf als organisierenden Verein die E-Bestenermittlung des Landes. Grund für diese Ortswahl ist einfach die zentrale Lage mit zwei nebenander liegenden Sporthallen und einem hervorragend arbeitenden örtlichen Verein. Zwei dieser Argumente sprachen im Vorfeld auch für Ludwigsfelde und Ahrensdorf/Schenkenhorst, doch fehlte ihnen insbesondere eine gute Schlechtwettervariante, wie sie Rangsdorf durch die beiden nebeneinanderliegenden Hallen idealerweise hat. Von dieser Stelle aus aber noch einmal ein herzliches Dankeschön an die beiden Bewerber, die damit bewiesen haben, wie groß der Stellenwert der Nachwuchsarbeit in ihren Vereinen angesehen wird.
Sieben Jungen- und elf Mädchenmannschaften kämpften einen ganzen Tag lang in den beiden benachbarten Sporthallen des Rangsdorfer Ortszentrums um Urkunden und Medaillen. Alle Hände voll zu tun hatte Daniel Wanke, der die Fäden des Turniers in festen Händen hielt, flexibel und schnell bei Ausfällen oder anderen Unwägbarkeiten reagierte. Nach der Begrüßung durch Bernd Paul und Volker Hunz als Vertreter des gastgebenden Vereins eröffnete der Vorsitzende des Landesjugendausschuss das Turnier der besten E-Jugendmannschaften des Landes. Kurz noch das traditionelle Gruppenfoto – und dann ging's gleich zur Sache in beiden Sporthallen. Bald konnte man sehen, was die Unterschiede beider Hallen ausmacht: In der älteren Halle war zwar alles etwas beengt, doch die Nähe brachte auch sofort Stimmung in die ehrgeizig von Spielern und Trainern geführten Partien. Das brauchte eine Weile in der großzügigen neuen Halle. Aber mit zunehmender Spieldauer kam auch hier große Stimmung auf, als sich dort die Spannung der oft nahezu gleichstarken Teams auch auf die Zuschauerränge übertrug. Bei der männlichen E-Jugend setzte sich schließlich in Staffel 1 der SV Eberswalde durch vor Lok Rangsdorf, während die OSG Fredersdorf souverän den 1. Platz in Staffel 2 errang und den VfL Potsdam auf den 2. Platz verwies. Bei den Mädchen setzte sich in Staffel 1 ebenfalls deutlich der HC Frankfurt durch, während der VfB Doberlug-Kirchhain knapp als Zweitplatzierter das Halbfinale erreichte. Als ihre Gegnerinnen qualifizierten sich in Staffel 2 der HSV Falkensee vor den punktgleichen Mädchen des LHC Cottbus. Das Jungen-Halbfinale entwickelte sich zu einer souveränen Angelegenheit der nun wohl warmgelaufenen Potsdamer, die Eberswalde mit 11:4 besiegten. Auch die Schützlinge des rührigen Klaus Häcker von der OSG Fredersdorf dominierten nach anfänglicher Gegenwehr schließlich so stark, daß sie den aufopferungsvoll kämpfenden Rangsdorfern schließlich noch deutlich mit 12:6 das Nachsehen gaben. Etwas enger ging es in den Halbfinals der Mädchen zu. Buchstäblich in letzter Minute entschieden die Mädchen des LHC Cottbus die Partie mit 7:6 gegen den Frankfurter HC zu ihren Gunsten. In der zweiten Halbfinalpartie hielt Doberlug-Kirchhain lange Zeit das Spiel offen, ehe dann doch der vielleicht stärkere Siegeswille des HSV Falkensee den Ausschlag zum 6:3-Finaleinzug gab. Wer nun gemeint hatte, daß die Platzierungsspiele nur noch als lästige Pflicht heruntergespielt würden, sah sich getäuscht. Manche der Mädchen- und Jungenteams kämpften bis zur letzten Minute, und nur wenigen ging die Kraft aus ob der warmen Temperaturen. Daß aber auch Abgeklärtheit und Ruhe wichtig sein können, bewies vor allem der Eberswalder Torwart im Spiel um Platz 3 der Jungen, als er mit einer guten Leistung im Siebenmeterschießen seiner Mannschaft den Sieg sicherte. Das blieb den Mädchen vom Frankfurter HC erspart. Ihnen gelang der 3. Platz nach einem spannenden Spiel mit 6:5 noch in der regulären Spielzeit.
Vor einer großen Zuschauerkulisse standen sich im Mädchenfinale mit dem HSV Falkensee und dem LHC Cottbus zwei Mannschaften gegenüber, die sich in der Vorrunde noch mit einem 7:7-Remis getrennt hatten. Angefeuert vor allem von ihren Trainern und Eltern, aber auch den übrigen Mannschaften, wuchsen die Falkenseer Mädchen über sich hinaus, gewannen mit 9:6 das Finale und damit die E-Bestenermittlung 2010 der Mädchen. Auch im Jungenfinale standen sich mit der OSG Fredersdorf und dem VfL Potsdam zwei Mannschaften der Vorrunde gegenüber. In einem für E-Jugendverhältnisse hochklassigen Spiel nahmen die Potsdamer mit einem 15:9-Sieg deutlich Revanche für die Vorrundenniederlage und können sich nun „beste E-Jugendmannschaft des Landes Brandenburg 2010“ nennen. Bei der Siegerehrung erhielten alle Mannschaften eine große Mannschaftsurkunde mit einem Erinnerungsfoto. HVB-Jungenwart Hans Urmann und LJA-Mitglied Jens Berthold sowie Lok-Repräsentanten um ihren Vorsitzenden Thomas Fuchs hatten schließlich alle Hände voll zu tun, die heißersehnten Gold-, Silber- und Bronzemedaillen an die erstplatzierten zu verteilen. Damit endete das E-Bestenturnier einmal mehr als ein für die Kinder sicherlich unvergessliches Erlebnis. Wie hoch der Handballverband das Turnier ansiedelt, ist erkennbar daran, dass man das Turnier nicht nur zur Sichtung nutzte, sondern neben den Jugendausschussmitgliedern mit Ralf Kutzner und Jens Herrmann zwei Vizepräsidenten des Verbandes sich mehrere Stunden von der Begeisterung der Kinder anstecken ließen. Ein großes Dankeschön – so die letzten Worte des Landesjugendvorsitzenden zum Abschluss - galt neben allen Teilnehmern, Trainern und Eltern den vielen Helfern des SV Lok Rangsdorf um Daniel Wanke, die vom Vorsitzenden über Abteilungsleitung, Trainer, B-/A- Jugend und vielen Eltern dafür Sorge getragen haben, daß das Turnier mit Essen und Trinken an beiden Hallen sowie kurzweiligen Spieleangeboten im Rahmenprogramm ein voller Erfolg wurde.
Sigi Slatosch. |
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