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Von: Matthias Belig
Hier die offiziellen Rückrundenergebnisse der Rückrunde in Doberlug-Kirchhain:
Buxtehuder SV - VfB Doberlug--Kirchhain (13:08) 23 : 12 SV Grün-Weiß Schwerin - HSG Marne/Brunsbüttel (10:13) 23 : 30 Reinickendorfer Füchse - Buxtehuder SV (08:09) 22 : 23 VfB Doberlug--Kirchhain - SV Grün-Weiß Schwerin (13:12) 26 : 25 HSG Marne/Brunsbüttel - Reinickendorfer Füchse (06:09) 17 : 20 Buxtehuder SV - SV Grün-Weiß Schwerin (11:08) 24 : 17 VfB Doberlug--Kirchhain - HSG Marne/Brunsbüttel (10:09) 19 : 19 SV Grün-Weiß Schwerin - Reinickendorfer Füchse (11:11) 19 : 20 HSG Marne/Brunsbüttel - Buxtehuder SV (09:07) 15 : 15 Reinickendorfer Füchse - VfB Doberlug--Kirchhain (14:07) 28 : 14
Begeisternder Jugendhandball in der Stadthalle
Wo waren sie, die Handballfans der Gerber- und Klosterstadt? Dies fragten sich am vergangenen Wochenende nicht nur die Verantwortlichen des VfB DoKi, sondern auch die Teilnehmer an der Nordostdeutschen Meisterschaft. Völlig unverständlich war das mangelnde Interesse an diesem Höhepunkt, zumal ja das miese Wetter gerade richtig war. Die, die gekommen waren, brauchten es nicht bereuen, denn sie bekamen nicht nur die 4 Landesmeister aus Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Schleswig-Holstein und Berlin zu sehen, sondern auch tolle, mitreißende Handballspiele. Wenn einer der treuesten VfB-Fans am Ende der Veranstaltung sagte: „ so etwas habe ich in der Stadthalle überhaupt noch nicht gesehen“ und sich bei der Mannschaft bedankte, dass sie ihm dieses Erlebnis beschert hatten, spricht dies wohl Bände.
Von den Spielerinnen wurde an diesen zwei Tagen wieder viel abverlangt. Immerhin mussten sie 4 Spiele absolvieren, bei einer Spielzeit von 2 x 20 min. Nach der Hinrunde vor einer Woche in Buxtehude (bei Hamburg), führte der Landesmeister aus Hamburg ungeschlagen mit 8:0-Punkten die Tabelle an. Zweiter war der Landesmeister aus Schleswig-Holstein, die HSG Marne/Brunsbüttel (5:3) und Dritter die Reinickendorfer Füchse aus Berlin (4:4). Der Landesmeister aus Mecklenburg-Vorpommern, der SV GW Schwerin, folgte mit 3:5 Punkten und den VfB-Mädchen, die abgeschlagen (0:8) am Tabellenende lagen. In ihrem 1. Spiel in der heimischen Stadthalle, trafen die VfB-Spielerinnen auf den Spitzenreiter Buxtehuder SV. Zwar sah vieles schon viel besser aus, als in der Vorwoche, doch ihren Respekt vor den BSV-Mädchen, die u. a. mit zwei Nationalspielerinnen angetreten waren, konnten die Gastgeberinnen nie richtig ablegen. Mit 12:23-Toren ging das Spiel am Ende verloren. Im 2. Spiel gegen den SV GW Schwerin, präsentierte sich dann eine ganz andere VfB-Mannschaft. Die VfB-Mädchen wuchsen förmlich über sich hinaus und boten eine beherzte Partie, die alle mitriss. Fast jede Spielerin spielte an ihrem Limit und auch an der Schmerzgrenze. Obwohl die Führung einige Male wechselte, behielten die Kirchhainer am Ende ihren Kopf oben und siegten mit 26:25-Toren. Sie fuhren damit ihren 1. Sieg ein und freuten sich riesig. Das Spiel zwischen Buxtehude und den Reinickendorfer Füchsen wurde zum erwarteten Höhepunkt. Beide Mannschaften schenkten sich überhaupt nichts und brannten ein wahres Feuerwerk ab. Die Hamburger siegten am Ende mit 23:22-Toren und waren damit schon vorzeitig NOHV-Meister 2010.
Am Sonntag trafen die VfB-Spielerinnen zunächst auf die HSG Marne/Brunsbüttel. Hier nahmen sie ihr Herz in beide Hände und spielten da weiter, wo sie am Vortag aufgehört hatten. Zur Verwunderung der HSG-Mädchen brachen sie diesmal in der 2. Hälfte nicht ein und trotztem dem Landesmeister von Schleswig-Holstein ein beachtliches 19:19-Unentschieden ab. Gegen die Reinickendorfer Füchse war dann allerdings der Kampfgeist und die Moral am Ende und gegen die, bis zur letzten Minute voll durchziehenden Berliner, die dieses Spiel unbedingt gewinnen mussten, wurde mit 14:28 noch eine deftige Niederlage eingesteckt. Für die VfB-Spielerinnen reichte die Aufholjagd in der Rückrunde nicht, um die rote Laterne des Tabellenletzten abzugeben. Ein einziges Tor entschied am Ende für die punktgleichen Schweriner (3:13). Die favorisierte Mannschaft aus Buxtehude wurde mit 15:1-Punkten Meister, gefolgt von den Reinickendorfer Füchsen (10:6) und der HSG Marne/Brunsbüttel (9:7). Die beiden Erstplatzierten vertreten den NOHV im Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft.
Die VfB-Mädchen waren fix und fertig, waren aber nicht enttäuscht über ihre Platzierung. Sie waren stolz, diese Meisterschaft ausgetragen zu haben und werden noch in Monaten daran zurückdenken. Die dünne Spielerdecke, das Mitwirken von C-Jugend-Spielerinnen, die körperlich deutliche Nachteile hatten, die Unerfahrenheit bei einer solchen Meisterschaft, das sind nur einige Gründe, die der VfB-Trainer aufzählte, die eine bessere Platzierung verhinderten. Es bleibt die Frage, ob es in Zukunft noch einmal einer Mannschaft aus unserer Region gelingt, sich für eine derartige Meisterschaft zu qualifizieren.
Ein besonderes Dankeschön an dieser Stelle an alle fleißigen Helfer an diesen beiden Tagen, besonders an Hallensprecher Horst Krause, an Frau Baar und Frau Burghardt am Kuchenstand und in der Küche, an Joachim Franz am Grill, an alle Kampfrichter und auch an den Vereinsvorsitzenden Michael Eichstädt, der sich an beiden Wochenenden zur Verfügung gestellt hatte und sich toll um die Mädchen kümmerte und sie immer wieder aufrichtete. Ein Dankeschön aber auch an die Helfer des DRK, die an beiden Tagen die medizinische Betreuung absicherten. Sehr gefragt waren auch die Spielhefte von Constanze Burghardt, die ihren besonderen Reiz hatten und ein schönes Andenken für alle Teilnehmer darstellten. Wie viel Arbeit darin steckte, konnte man nur erahnen.
Für den VfB spielten: Nancy Zielasko, Anne Kuschmann (beide im Tor), Jennifer Hauke (16 Tore), Celina Hase (8), Anke Richter (1), Annika Eichstädt (18), Josephine Krause, Elisa Hase (5), Anika Förster (14), Maria Stolzke u. Antonia Weber (9).
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