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Deutschlandweit einmaliger Schiri- und Trainerlehrgang

Rund 100 Trainer und Schiedsrichter aus allen Brandenburger Landesteilen haben an einem gemeinsamen Handball-Workshop in Potsdam teilgenommen. Veranstalter waren der 1. VfL Potsdam, der Handball-Verband Brandenburg und die Deutsche Handballtrainervereinigung. Unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam“ ging es in diesem deutschlandweit einmaligen Seminar auch darum, gegenseitiges Verständnis zu entwickeln.

„Das wichtigste Wort an diesem Tag war ,Respekt’“, so Alexander Haase, Co-Trainer der Deutschen Handball-Männernationalmannschaft und einer der Referenten, „Trainer und Schiedsrichter arbeiten an unterschiedlichen Stellen. Letztlich steht für alle aber im Mittelpunkt, das Handball-Spiel voran zu bringen.“

Nach einer gemeinsamen Begrüßung teilten sich die beiden Gruppen zunächst. Die Schiedsrichter wurden von Marc Fasthoff, selbst Bundesliga-Schiedsrichter im Elite-Kader des Deutschen Handballbunds (DHB), geschult. Die Trainer analysierten aufgezeichnete Spielsituationen der A-Jugendbundesliga-Teams des 1. VfL Potsdam und von Eintracht Hildesheim. Das nachfolgende Spiel der beiden Mannschaften wurde in den Workshop integriert. Alexander Haase verdeutlichte mit der Analyse, wie sich die Trainer auf die bevorstehende Begegnung vorbereiten können.

Schiedsrichter und Trainer schauten sich das Spiel – versehen mit jeweils unterschiedlichen Arbeitsaufträgen – im Anschluss in der Ballspielhalle am Potsdamer Luftschiffhafen an. Es endete mit einer 24:25-Niederlage der Gastgeber und bot auch wegen des knappen Ausgangs viel Diskussionsstoff.

Im Anschluss begründeten die beiden Referees der Begegnung, Konstantin Großer und Christopher Witt, ihre Entscheidungen vor den Schiedsrichtern. Die Coaches Axel Bornemann (1. VfL Potsdam) und Henrik Hamann (Eintracht Hildesheim) erläuterten in der Trainer-Runde ihr Vorgehen während des Spiels. Die einzelnen Situationen wurden durch die Anwesenden hinterfragt und reflektiert. Sie konnten die Lehrgangsstunden übrigens auch für Lizenzverlängerungen anrechnen lassen.

Schlusspunkt war ein gemeinsames Plenum mit allen Teilnehmern. „Dort gab es auch Anstöße, was sich die Trainer von den Schiedsrichtern und die Schiedsrichter von den Trainern wünschen“, so Alexander Haase. Er zieht ein eindeutig positives Fazit: „Das gegenseitige Verstehen kann durch solche Veranstaltungen wachsen.“ Auch wegen des enormen Zuspruchs gilt eine Wiederholung der in dieser Form einmaligen Kombination als durchaus wahrscheinlich.


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